Steter Innovationserfolg sichert den langfristigen Unternehmenserfolg, exzellente Routine den kurzfristigen. Innovation erfolgt organisch, Routine mechanistisch. Ihre Unterschiede verursachen den Innovation-Routine-Konflikt. Meist frisst die Routine die Innovationen, exzellente Routine verschlingt sie. Hier können Unternehmen umsteuern und steten Innovationserfolg über vier Erfolgsfaktoren herbeiführen.

Die vier Erfolgsfaktoren für steten Innovationserfolg haben wir in einer explorativen Metaanalyse mittels Statistischer Technik identifiziert: Markt, Institutionalisierung, Innovationsqualität und Wagnisfinanzierung.

Routine verleitet zur Konzentration auf den vorhandenen Markt und zur Verteidigung der eigenen Marktposition. Dagegen setzt Innovation auf Marktgröße, Marktdynamik und Kooperationsmöglichkeiten. Der digitale Wandel zeigt dies eindrucksvoll. Beispielsweise hat es Nokia geschadet, die eigene Marktposition zu verteidigen, als das iPhone kam.

Die Institutionalisierung stabilisiert organische Innovation gegen Gefährdung durch mechanistische Routine. Routine gefährdet Innovation beispielsweise durch Prozessmodelle, generalstabsmäßiges Qualitätsmanagement oder unangemessene Wirtschaftlichkeitsrechnungen. Erst wenn die Innovation gereift ist, greift die mechanistische Routine, um die Ernte einzufahren.

Gute Innovationsqualität führt zum Erfolg der einzelnen Innovation, schlechte zum Scheitern. Nichts liegt näher, als ein Innovationsqualitätsmanagement einzurichten. Jedoch sträuben sich Forscher und Vorentwickler vehement gegen ein generalstabsmäßiges Qualitätsmanagement. Es passt nicht zur organischen Innovation. Deshalb muss auch das Innovationsqualitätsmanagement organisch sein. Dafür jedoch ist das vorhandene Qualitätsmanagement weder aufgestellt noch verfügt es über das erforderliche Know-how. Ein Innovationsqualitätsmanagement muss fast immer erst eingerichtet werden.

Innovationen erfordern bereits zu Anfang eine Wagnisfinanzierung. Da ist das Risiko hoch. Projektrechnungen machen zu Anfang keinen Sinn, da die Prämissen nicht belastbar sind. Dagegen vermeidet Routine den Einsatz von Wagniskapital. Ihre grössten Risiken sind Personalaufbau und Investitionen. In Krisen oder Wachstumsphasen hat die Routine einen erhöhten Kapitalbedarf. Wenn wir über mehrere Konjunkturzyklen zurück schauen, dann lassen vorsichtige Unternehmen ihre Innovationen wiederholt an der Finanzierung scheitern. Deshalb muß für steten Innovationserfolg eine Wagnisfinanzierung eingerichtet werden.

Wir beraten Sie, zugunsten der Innovationen umzusteuern und steten Innovationserfolg herbeizuführen.