Knifflige Prozessprobleme sind oft wie Diamanten: Sie sind sehr robust und sehr teuer. In der Praxis überleben sie, weil konventionelle Problemlösung sowohl in der Produktentstehung als auch in der Produktion gescheitert ist.  Die gute, hoch signifikante Nachricht: Mittels Statistischer Technik sind knifflige Prozessprobleme schnell und nachhaltig lösbar.

In meinem Berufsleben habe ich mehr als 100 knifflige Qualitätsprobleme gelöst, die konventionelles Problemlosen überlebt hatten. Beispielsweise hatte ein Autozulieferer im Serienanlauf viel zu viele 0km- und Feldausfälle. Die konventionelle Analyse aus vielfachen Reklamationen, 8D Reports, Fehlerbäumen und betrieblichem Know-how verbesserte nichts. Der Kunde wurde sehr kritisch. Mittels Statistischer Technik konnte ich noch im frühen Serienanlauf die Grundursache aufdecken und die Ausfälle nachhaltig eliminieren.

Ein anderes Beispiel: Ein Autohersteller lackierte Karosserieteile aus neuartigem Kunststoff in einem neuartigen Prozess. Manchmal bildeten sich Lackblasen. Das Problem war seit der Produktentstehung ungelöst. Ein Masterand löste es im Werk mittels Statistischer Technik. Zunächst hatte er ein Vorgehen mittels Design of Experiments (Versuchsplanung) im Auge. Er wählte jedoch die Statistische Technik, weil der schnelle Erfolg planerisch zwingend und somit vorhersehbar war.

Sie können sich die Methodik der Statistischen Technik auf vier Wegen aneignen. Beispielsweise lehre ich sie in Wintersemestern an der RWTH Aachen University als Fach Statistische Methoden. Oder Sie finden sie im Fachbuch Statistische Technik, erhältlich bei Amazon. Oder ich berate Sie bei der Lösung konkreter kniffliger Qualitätsprobleme. Oder Sie entscheiden sich für eine unternehmensinterne betriebliche Weiterbildung, in der ausgewählte Ingenieure mehrere knifflige Probleme mit Wirkung auf Kennzahlen Ihres Unternehmens lösen.