Das Innovationstiming bestimmt den Innovationserfolg. Innovationsvorhaben scheitern, wenn das Umfeld unbeachtet bleibt, wenn TTM statt Innovationsqualität erste Priorität geniesst, wenn Planungen technische Risiken ignorieren, wenn in frühen Innovationsphasen die richtigen Meilensteine fehlen oder wenn Innovationsteams Qualitätsziele an Meilensteinen nicht präzise erfüllen.

Innovationsvorhaben scheitern, wenn das Umfeld unbeachtet bleibt. Beispiele sind der Schnelle Brüter in Kalkar oder alternative Antriebe für Kraftfahrzeuge, die den politischen Wandel oder sinkende Ölpreise nicht überstanden haben.

Innovationen kommen zu früh, wenn sie nicht ausgereift sind und wenig später durch Qualitätserzeugnisse verdrängt werden. Aktuelle Beispiele sind Wearables und Tablets, deren Märkte mittlerweile durch APPLE Watch und iPad dominiert werden, nicht zu vergessen das iPhone, das fast den gesamten Branchengewinn auf sich konzentriert. Bei APPLE hat Innovationsqualität erste Priorität vor TTM.

Das Ignorieren technischer Risiken ist sehr wahrscheinlich die dominierende Ursache des Zeitverzugs von Innovationsvorhaben. Wenn als Planungsprämisse gewählt wird, dass Erfolg zwingend eintritt und nichts schief gehen wird, dann gibt es keinen Grund, Ressourcen vorzuhalten wie Zeit, Geld, menschliche und technische Kapazität. Jedoch geht in der Realität immer etwas schief, da hilft auch kein Druck von oben. Ein Beispiel ist die Production Hell von TESLA.

Weit verbreitet ist das Fehlen der richtigen Meilensteine in frühen Innovationsphasen, der mit Bindung an die Innovationsqualität. Mal gibt es wie in der Vorentwicklung nur wenige und dann nur technische Meilensteine, mal ersetzt wie in Start-ups ein Pragmatismus die fehlende Erfahrung, mal werden wie in Zulieferprojekten standardisierte frühe Meilensteine überfahren, weil später noch Zeit ist, mal ist die Frühphase sehr großer Innovationsvorhaben wie Flugzeuge und Bauwerke sehr bürokratisch und zeitfressend mit riesigen Projektplänen überfrachtet, die jedoch kritische Merkmale unbeachtet lassen. Allen gemeinsam ist, dass so die Innovationsqualität nicht in Echtzeit gemessen werden kann.

Timing ist die Fähigkeit von Musikern und Tänzern, Takt und Rhythmus zu halten. Timing unterscheidet gute und schlechte Darbietungen von Musik und Tanz. Timingfehler pflanzen sich in Orchestern und in Tänzen fort.

Das gleiche gilt für Innovationsvorhaben. Ist die Liefertreue von Innovationsqualität an Meilensteinen gering, so pflanzt sich geringe Liefertreue fort. Der erfahrene frühere CEO Augustine liefert Erfahrungswerte für Innovationen: Berichte liegen fast immer pünktlich und vollständig zu den Meilensteinen vor; das Vorhaben ist jedoch nur zu drei Vierteln abgearbeitet; der zeitliche Mehrbedarf beträgt ein Drittel; dieses Drittel pflanzt sich von Meilenstein zu Meilenstein fort. Wehret den Anfängen! Oder anders: Jede Aufgabe kann in einem Drittel mehr Zeit als aktuell geschätzt erfüllt werden.

Wir beraten Sie, für Ihren steten Innovationserfolg das Innovationstiming zu planen und zu steuern.